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Volksstimme Halberstadt vom 07.06.2005

Interview mit Thomas Pfannkuch – Oberliga-Trainer beim VfB Germania Halberstadt

"Auch Fußballer sollen ihren Spaß haben, aber alles zu seiner Zeit"

Es war ein Schlag ins Kontor, als Trainer Frank Lieberam kurz vor der Winterpause seinen Abschied einreichte. Für Thomas Pfannkuch war es zwar ein lange überlegter, am Ende aber doch überraschender Sprung auf die Trainerbank. Mathias Kasuptke sprach mit Thomas Pfannkuch über dessen sportliche Ziele, seine Leistungsträger, die Erwartungen und das Leben mit dem Fußball.

Volksstimme:
Wie überraschend war für Sie der Sprung auf die Trainerbank? Haben Sie je damit geliebäugelt, einmal Trainer zu sein?


Pfannkuch:
Ich glaube, jeder Profifußballer trägt sich irgendwann mit dem Gedanken, was kommt nach dem Sport? Bei mir war das nicht anders. Um nach dem Ende meiner Laufbahn alle Optionen offen zu halten, habe ich rechtzeitig meinen Trainerschein gemacht. Dass meine Trainerlaufbahn nun in Halberstadt beginnt, davon war vor einem Jahr noch nicht auszugehen. Jedoch haben mir der Verein und der Hauptsponsor die Entscheidung leicht gemacht.

Volksstimme:
In der nächsten Saison wird die Oberliga-S üd auf 16 Mannschaften reduziert. Erneut wird von fünf Absteigern gesprochen. Wird es da für einen relativ kleinen Club, wie dem Germania Halberstadt, nicht noch schwerer, die Klasse zu halten?


Pfannkuch:
Es wird nicht schwerer, als es in der letzten Saison war. Wir haben meiner Meinung nach die Mannschaft durch Neuverpflichtungen erheblich verstärkt. Somit darf die Latte auch etwas höher gelegt werden. Grundsätzlich empfinde ich die kleinere Staffel als sehr reizvoll. Warten wir mal ab, welche Mannschaften noch dazu kommen. Da könnte der eine oder andere Zuschauermagnet dabei sein. Ich freue mich auf diese Saison.

Volksstimme:
Auch im Vorjahr sind die Neuverpflichtungen mit viel Vorschusslorbeeren bedacht worden. Die Erwartungen erfüllt haben aber nur Pölzing und Döring. Wird die Quote diesmal besser sein?


Pfannkuch:
Davon gehe ich fest aus. Mit Stefke und Banser haben wir zwei Spieler verpflichtet, die in die Regionalliga wollen. Wenn sie sich dafür durch gute Leistungen bei Germania empfehlen, habe ich absolut nichts dagegen. Eine bessere Motivation kann es für einen Spieler nicht geben. Gottwald und Vandreike sind Routiniers, die für jüngere Spieler Vorbilder sein sollen und auch sein werden. Diese erfahrenen Spieler benötigen wir, um unsere junge Mannschaft weiter voran zu bringen, sowohl während des Spiels als auch außerhalb. Ich erwarte jedoch nicht nur von den neuen Spielern einiges, sondern auch von unseren anderen Spielern eine Steigerung.

Volksstimme:
Die eine oder andere Verpflichtung kann durchaus als Coup gewertet werden. Wie kam es zu den Neuverpflichtungen?


Pfannkuch:
René Cunaeus, der für den wirtschaftlichen Teil bei uns verantwortlich ist, und ich hatten die gleichen Vorstellungen, was die Eigenschaften der neuen Spieler betrifft. Zudem hatte die Vereinsführung volles Vertrauen und genau das hat die Arbeit sehr leicht gemacht. So war dadurch schnelles Handeln möglich.

Volksstimme:
Es gibt viele gute Spieler auf dem Markt. Gab es für Germania besondere Auswahlkriterien?


Pfannkuch:
Unabhängig von den spielerischen Qualitäten und den finanziellen Forderungen war uns wichtig, dass der Spieler vom Charakter her zur Mannschaft und zum Umfeld passt. Da war ich mir mit René schnell einig. Manchmal hat nur ein kurzer Kontakt genügt.

Volksstimme:
Neue Saison, neuer Kapitän? Wird Enrico Gerlach auch unter Trainer Thomas Pfannkuch die Kapitänsbinde tragen?


Pfannkuch:
Solche Entscheidungen treffe ich erst kurz vor Saisonbeginn. Ich will sehen, wie jeder einzelne Spieler trainiert. Das Kapitänsamt habe ich immer als Ehre empfunden. In der neuen Mannschaft gibt es nach meiner Auffassung mehrere Anwärter für dieses Amt. Ich weiß, dass bei Gerle noch mehr drin ist, als er in der vergangenen Saison gezeigt hat. Das möchte ich gerne sehen. Er ist für unsere Mannschaft ein sehr wichtiger Bestandteil, auf den ich vertraue. Ich gehe davon aus, dass er dieses Vertrauen mit Leistung zurückzahlen wird.

Volksstimme:
Von welchem Spieler erwarten Sie in der nächsten Saison noch eine Leistungssteigerung?


Pfannkuch:
Von Alex Kopp. Er muss in diesem Jahr beweisen, dass er ein wirklich guter Spieler ist. Das, was ich bisher gesehen habe, reicht mir nicht. Er soll und muss in der neuen Saison mehr Verantwortung übernehmen und durch Leistung überzeugen. Wir sind gerade im Mittelfeld sehr gut besetzt, da werden mittelmäßige Leistungen nicht reichen, um Stammspieler zu werden. Sollte er sein Leistungsvermögen abrufen, ist er ein sehr wichtiger Spieler für uns.

Volksstimme:
Im Mittelfeld gut besetzt bedeutet, dass einige Spieler auf der Bank sitzen müssen, die das jetzt vielleicht noch gar nicht für möglich halten?


Pfannkuch:
Durchaus. Der Konkurrenzkampf wird sehr groß sein. Das ist aber zweifelsohne so gewollt. Ich erwarte aber von jedem, dass er diese Herausforderung annimmt. Wer mit einem Flunsch auf der Bank sitzt, weil er nicht spielt, hat in der Oberliga nichts verloren. Ich erwarte, dass gerade solche Spieler mir nach ihrer Einwechslung zeigen, dass sie eigentlich von Beginn an hätten spielen müssen.

Volksstimme:
Das verlangt nach einer sehr sportlichen Einstellung und klaren Regeln. Will Trainer Pfannkuch in der nächsten Saison härter durchgreifen?


Pfannkuch:
Jedenfalls härter als im vergangenen halben Jahr. Es wird klare Richtlinien geben, an denen sich alle Spieler zu orientieren haben. Wir sind keine Freizeitfußballer. Unsere Sponsoren erwarten Leistung. Nur wenn die stimmt, rentiert sich auch deren Engagement für sie. Ich möchte nicht wieder darüber nachdenken, welchen finanziellen Verlust der Verein durch das Ausscheiden im Pokal erlitten hat.

Volksstimme:
Das hört sich an wie ein Appell an die Spieler. Wie sieht für sie die richtige Einstellung aus?


Pfannkuch:
Profifußballer, und das wollen ja einige von uns sein, müssen für diesen Beruf leben. Und das nicht nur 90 Minuten. Wenn Sonntag ein Spiel ist, dann kann ich eben am Donnerstag nicht mehr um die Blöcke ziehen. Die Vorbereitung gehört ebenso zum Spiel wie die Regeneration nach dem Abpfiff. Ernährung und Lebensweise bestimmen den Erfolg eines Fußballers mindesten so viel, wie dessen Talent. Auch Fußballer sollen ihren Spaß haben, aber alles zu seiner Zeit.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von maximus am 07.06.2005 11:22.

07.06.2005 11:21 maximus ist offline E-Mail an maximus senden Beiträge von maximus suchen Nehmen Sie maximus in Ihre Freundesliste auf
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Volksstimme vom 06.07.2005

Interview mit Thomas Pfannkuch, Trainer bei Germania Halberstadt

"Ich baue auf Geschlossenheit und guten Teamgeist"

Was hat sich der VfB Germania Halberstadt in seiner dritten Fußball-Oberliga-Saison vorgenommen? Volksstimme-Mitarbeiter Wolfgang Seibicke unterhielt sich darüber mit Trainer Thomas Pfannkuch (35).



Volksstimme:
Mit welcher Zielstellung geht ihre Mannschaft ins Spieljahr 2005/06?


Thomas Pfannkuch:
Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und Landespokalsieger werden.

Volksstimme:
Auf welche Tugenden Ihres Teams bauen Sie dabei besonders?


Thomas Pfannkuch:
Auf die Geschlossenheit. Wir haben keine überragenden Einzelspieler, deshalb ist ein guter Teamgeist, wir wie ihn oft gezeigt haben, so wichtig bei uns.

Volksstimme:
In der letzten Serie machte Germania beispielsweise den Eindruck einer launischen Diva. Regionalliga-Aufsteiger wurde mit 3:0 geschlagen, dagegen gegen „graue Mäuse“ verloren. Wie wollen Sie dem begegnen?


Thomas Pfannkuch:
Der Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen. Das lag aber auch daran, dass wir viele junge Spieler haben, deren Leistungsstabilität noch nicht so ausgeprägt ist. Ich erwarte, dass meine Spieler künftig mehr und mit hoher Kontinuität Verantwortung zeigen.

Volksstimme:
Ist Ihnen schon klar, auf welchen Positionen genau Ihre Neuzugänge, die ja sehr speziell ausgesucht und umworben wurden, künftig einsetzen?


Thomas Pfannkuch:
Im Prinzip ja. Mit Sicherheit wird ein Randy Gottwald in der Abwehr, ein Fait-Florian Banser im Angriff spielen. Doch wo ganz genau in welcher Partie jeder spielt, das lässt sich jetzt noch nicht sagen. Das wird sich in der Vorbereitung sicherlich herausschälen. In dieser Phase gibt es für mich keine Gesetztenn. Jeder, auch die integrierten Nachwuchsakteure, kann sich in den Vordergrund spielen.

Volksstimme:
Bleibt Enrico Gerlach Mannschaftskapitän?


Thomas Pfannkuch:
Wir halten es so, dass in unserem bald anstehenden Trainingslager in Glinde zunächst ein Mannschaftsrat gebildet wird, aus dessen Kreis dann der neue Kapitän zu bestimmen ist.

Volksstimme:
Wer sind für Sie die Favoriten auf den Staffelsieg im Süden?


Thomas Pfannkuch:
Der FC Sachsen Leipzig ist mein Top-Favorit. Dazu kommen sicherlich noch Plauen, der HFC und die Magdeburger, die man immer auf der Rechnung haben muss.
06.07.2005 09:41 maximus ist offline E-Mail an maximus senden Beiträge von maximus suchen Nehmen Sie maximus in Ihre Freundesliste auf
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